Kalkan­strich für junge Bäume

Der Orts­ver­band der Grünen bietet Mitmach-Aktion an



Auf eine Anfrage des Orts­ver­bands der Grünen hat der Gemein­de­vor­stand beschlossen, die Farbe für den Kalkan­strich von jungen Bäumen in Schaaf­heim, Mosbach, Radheim und Schlier­bach zur Verfü­gung zu stellen. Mit dieser Mitmach­ak­tion möchten wir helfen, dass mehr junge Bäume gesund groß werden. Ein Kalkan­strich verhin­dert, dass die Rinde von jüngeren Bäumen rissig wird. Krank­heits­er­reger und Schäd­linge haben so keine Chance sich fest­zu­setzen. Der Anstrich sollte jedes Jahr im Herbst erfolgen. Risse in der Rinde werden durch starke Tempe­ra­tur­schwan­kungen ausgelöst. 

Im Juli infor­mierte Herr Hessler von der Gemeinde Schaaf­heim die Verant­wort­li­chen Harald Holzemer (Gemein­de­vor­stand) und Sabine Schwöbel-Lehmann (Frak­ti­ons­vor­sit­zende) darüber, welche Bäume einen Anstrich erhalten sollen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unter­stüt­zung der Gemeinde.
Jetzt würden wir uns über eine Unter­stüt­zung durch die Bevöl­ke­rung sehr freuen.
Auch Kinder und Jugend­liche sind herzlich einge­laden sich zu beteiligen.



Sie können sich gerne unter gruene-schaafheim@posteo.de melden und wir werden Termine in Schaaf­heim, Mosbach, Radheim und Schlier­bach an einem Wochen­ende organisieren. 

 

Allge­meine Tipps 

aus:
 www.gartenjournal.net/baeume-streichen



1. Frostschutz


So ist der Kalkan­strich etwa ein wirkungs­voller Frost­schutz, der beson­ders bei an expo­nierten und sehr sonnigen Stand­orten gepflanzten Obst­bäumen wichtig sein kann. Vor allem in sonnigen, aber trockenen und kalten Wintern kann die Baum­rinde durch Frost­risse gravie­renden Schaden nehmen. Schuld daran ist die inten­sive Sonnen­strah­lung, durch die der Baum quasi mitten im Winter in den Vege­ta­ti­ons­modus versetzt wird: In der Folge steigt der Saft­druck, die Feuch­tig­keit im Holz gefriert – und die Rinde platzt auf. Nun können Pilze und andere Krank­heits­er­reger unge­hin­dert eindringen. Der weiße Anstrich verhin­dert dies, da die Farbe das Sonnen­licht reflek­tiert und somit unwirksam sein lässt.

2. Vorbeu­gung


Über­haupt ist Vorbeu­gung gegen Krank­heiten und Schäd­linge ein weiterer guter Grund für das Weißen von Bäumen. Der Anstrich macht die Rinde wider­stands­fä­higer gegen Pilze, zudem verdichtet er sie und nimmt im Holz über­win­ternden Schäd­lingen somit das Winterquartier.

3. Düngung


Viele Bäume fühlen sich an einem kalk­hal­tigen Standort am wohlsten. Diese Arten profi­tieren noch aus einem weiteren Grund von dem Kalkan­strich, immerhin sickert die langsam durch Regen abge­wa­schene Kalk­farbe allmäh­lich in den Boden ein und wird dort von den Wurzeln als Nähr­stoff wieder aufge­nommen. Über­säu­erte Böden lassen sich mit einer Kalk­dün­gung wieder auf einen besser geeig­neten pH-Wert bringen, der Kalkan­strich wiederum hilft dabei, den opti­malen pH-Wert dauer­haft zu halten. Doch Vorsicht: Nicht alle Pflanzen sind kalk­ver­träg­lich, demzu­folge dürfen auch nicht alle Bäume ange­stri­chen werden.

So strei­chen Sie Ihren Obstbaum

Der beste Zeit­punkt für einen Kalkan­strich ist der Herbst zwischen Oktober und November. Und so funk­tio­niert es:

  • Bei jungen Bäumen mit glatter Rinde ist meist keine Vorar­beit notwendig.
  • Bei älteren Bäumen befreien Sie die Baum­rinde von loser Borke.
  • Dies funk­tio­niert sehr gut mit einer Draht­bürste, oder einer abge­stumpften Klinge.
  • Danach bringen Sie den Kalkan­strich auf.
  • Flechten eben­falls mit der Draht­bürste entfernen, dies ist aber nicht unbe­dingt nötig.
  • Flechten werden durch den Anstrich verdrängt.